18 soelden

Sporthalle, Hallenbad, Innsbruck, Klettern, Fitnessraum. All das klingt nicht wirklich nach unserer jährlichen Skiausfahrt nach Sölden.
Aber nun von Anfang an. Am Sonntag den 28.10.18 machen wir uns als kleine Gruppe von 12 Kindern mit den Betreuern Luis Scherer, Philipp Streich und Nicola Scherer auf den Weg nach Sölden. Schon im Hochschwarzwald erreich uns der erste Schnee des Winters und die Straßen sind rutschig. Unser Busfahrer Leo bringt uns dennoch sicher zu unserer Unterkunft „Zur alten Mühle“ in Sölden. Nachdem alle ausgepackt haben kommen wir am Abend zum ersten Mal in den Genuss von Rudis und Roswithas Küche. Wir freuen uns schon jetzt auf das Abendessen der ganzen Woche.
Nach der langen Busfahrt ohne Bewegung dauert es zwar ein Weilchen bis auch die letzten Kinder schlafen und die Trainer endlich in ihr Bett fallen können.

Am nächsten Morgen trifft man die Kinder schon motiviert in voller Skimontur am Frühstück an. Voller Hoffnung fahren wir früh los um möglichst bald auf dem Gletscher zu stehen. Doch unsere Vorfreude wird leider nicht belohnt. Das Wetter, im Besonderen der starke Wind spielt uns einen Streich. Wie wir im Laufe der Woche feststellen müssen, bleibt das leider nicht sein einziger Streich.
Nun müssen die Trainer sich also etwas überlegen. Es wird sich für ein Alternativprogramm bestehend aus einem Training in der Sporthalle, Fußball mit den Skifahrern vom SVS und anschließend einem Besuch im Schwimmbad, entschieden.

Nachdem wir Montag nicht auf den Skiern standen, ist die Vorfreude am Dienstag natürlich noch größer. Doch wieder werden wir enttäuscht. Noch während wir in den Bus steigen kommt die Nachricht, dass der Sturm leider noch immer wütet und keine Lifte laufen werden.
Also heißt es, alle wieder umziehen und wir gehen Klettern. Der örtliche Campingplatz verfügt über eine Kletterwand und einen Fitnessraum. Wir teilen uns auf, um in zwei Gruppen abwechselnd zu klettern und ein Kraft- und Ausdauertraining zu absolvieren. Mittags wird in unserer Pension entspannt, bevor dann alle nochmal in das ungemütliche Wetter nach draußen für einen Ausdauerlauf geschickt werden.

Mittwoch ist es dann endlich so weit. Wir sitzen in der Gondel auf dem Weg nach oben. Austeigen, Fotos machen und dann nichts wie los. Perfekter Schnee, die ersten Schwünge fühlen sich toll an und das Lächeln auf den Gesichtern der Kinder wird immer größer. Die Mittagspause verkürzen wir auf eine halbe Stunde, damit wir so schnell wie möglich wieder auf den Skiern stehen können und uns nicht der auffrischende Wind schon wieder einen Strich durch die Rechnung macht.
Glücklich und zufrieden über den ersten Tag treffen wir uns nach dem Abendessen, passend zu Halloween, um eine Runde Werwölfe zu spielen. Bei Kerzenschein wird diskutiert, gelacht und komplett die Zeit vergessen.

Donnerstag starten wir in strömenden Regen um unsere Liftkarten zu kaufen, doch nein, schon wieder spielt der Wind sein Spiel. Mit teilweise langen Gesichtern fahren wir nun also los um uns in Innsbruck die Skisprungschanze am Bergisel anzuschauen. Schon beeindruckend wo sich die Springer da hinunterstürzen. Mittags wird Pizza beim Italiener gegessen und nach der Rückfahrt zur Alten Mühle packen die Jungs ihre Sachen um sich auf dem Boltzplatz auszutoben. Die Mädels packen schonmal ihre Taschen und genießen die Ruhe.

Freitag, ist es wirklich schon unser letzter Tag hier in Sölden? Ein schnelles Frühstück, Bus packen und dann direkt hinauf auf den Gletscher. Mit einer der ersten Gondeln geht es hinauf und wieder haben wir super Schnee. Es wird Runde um Runde gefahren und auch heute ist die Mittagspause verkürzt. Zwischendurch kommt sogar die Sonne hervor, bis es mittags wieder zu schneien beginnt. Glücklich über einen weiteren tollen Skitag treffen wir uns um 15.00Uhr am Bus. Alle ziehen sich schnell um, laden die Skier ein und los geht die Heimreise.

Manch einer schlummert, hört Musik oder spielt irgendein Handyspiel mit Flugzeugen (dafür sind die Trainer wohl zu alt ;)).
Die Stimmung scheint ganz gut zu sein. Einige schwierige Entscheidungen und Tage liegen hinter den Trainern und Kindern und unsere Ausfahrt ist nun eher eine Freizeitausfahrt mit Skiausflügen als eine Skiausfahrt geworden. Dennoch scheinen die Kinder auf eine schöne Woche zurückzublicken.

Wenn wir alle das Skigebet sprechen, haben wir den kommenden Winter vielleicht Glück mit dem Wetter und können schöne Skitage in der Heimat verbringen.
Aber eins ist klar, wir freuen uns schon jetzt auf die Ausfahrt im nächsten Herbst.

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